NEUROORTHOPÄDISCHE BEHANDLUNGEN nach Dr. James Cyriax (1904-1985)

Dr. James Cyriax wurde aufgrund seiner Erfolge, als der „Einstein der orthopädischen Medizin“ bezeichnet. Er arbeitete innerhalb seiner nichtoperativen Orthopädie im St. Thomas Hospital in London. Cyriax begründete die neuroorthopädische Therapie für Wirbelsäule, Weichteile und Gelenke. Dabei setzte er spezielle Funktionstests (Diagnostik) ein, um schmerzhafte Strukturen des Körpers genau zu lokalisieren und erfolgreich zu therapieren.

In Bezug auf verletzte Bänder, Sehnen und Muskulatur wird dabei unter anderem mit Querfriktionen und Manueller Therapie gearbeitet.
Oberkoerper

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Was sind Querfriktionen und wie wirken sie?

Querfriktionen sind sanfte Dehnungen, die mit leichtem Druck auf den Querverlauf einer Faser ausgeübt werden und dabei die Struktur zu einer linearen Heilung veranlassen.

Im Elektronenmikroskop lässt sich dieser Prozess sehr genau nachweisen.

Wie kann ich mir die lineare Heilung vorstellen?

Vergleichen wir die Verletzung eines Muskels mit einem Loch im Strumpf. Die Fasern können durch Überlastung oder in Folge eines „Traumas“ zerreißen. Bei der Heilung ohne Querfriktionen, kommt es zu einer chaotischen Vernarbung. Vergleichbar mit einem willkürlichen Zunähen des Loches im Strumpf.
linear_vernarbte_strukturen
Chaotische Vernarbung


lineare_vernarbung Linear vernarbte Strukturen sind dagegen gut belastbar.

Dies gilt im Bereich von Muskelfasern, als auch für Bänder und Sehnen.

Bei der Therapie mit Querfriktionen lagern sich die Fasern in die für sie bestimmte Richtung an. Eine lineare Vernarbung ist entstanden, die so strapazierfähig ist, wie ein gut gestopftes Loch im Strumpf. Dies kann im Elektronenmikroskop sichtbar gemacht werden.